MX Setup-Tipps

Grundeinstellung

  1. Durchhang einstellen
    Der Durchhang beschreibt, wie weit die Motocross ohne Belastung einfedert. Am besten misst man von der Hinterradachse senkrecht bis hin zur Kante des hinteren Kotflügels bei leicht angehobener Maschine, sodass sie völlig ausgefedert ist. Danach misst man nochmal
    von der Hinterradachse senkrecht bis zur Kante des hinteren Kotflügels, wobei die Maschine nur durch ihr Eigengewicht belastet wird. Der Durchhang ergibt sich aus der Differenz der beiden Messungen. Der ideale Durchhang für Maschinen mit Umlenkung beträgt 20 mm - 35 mm, für Maschinen mit PDS beträgt der ideale Durchhang 35 mm
  1. SAG messen
    Unter SAG versteht man den Negativfederweg. Also jenen Federweg der verbraucht wird, wenn man sich inkl. Ausrüstung auf die Motocross setzt. Prinzipiell kann gesagt werden, dass Racer eher ein strafferes Fahrwerk fahren als jene die keine Rennen fahren. Dasselbe gilt für den Vergleich zwischen Motocrosser und Enduristen, Motocrosser fahren ihr Fahrwerk prinzipiell straffer als Enduristen.
    Beim Maschinen mit Umlenkung sollter der SAG unter 100 mm und bei Maschinen mit PDS unter 110 mm liegen. Ist der Durchhang richtig eingestellt und liegt der SAG dennoch über dem gewünschten Bereich, so kann man nur mit einer härteren Feder Abhilfe schaffen. Nach dem Einbau der härteren Feder beginnt man wieder bei Schritt 1.
  1. Druckstufendämpfung einstellen
    Durch die Druckstufeneinstellung wird die Grundcharakteristik der Federung eingestellt. Überträgt ein Federelement die Schläge zu stark, so muss die Druckstufeneinstellung weicher eingestellt werden. Hier ist jedoch zu differenzieren , ob es sich um Schläge welche zu stark übertragen werden, bzw um Schläge wobei das Fahrwerk zu schwammig wirkt oder um Schläge handelt die auf die High- oder Lowspeed-Druckstufe wirken. Wurden diese analysiert, muss bei der jeweiligen Einstellschraube die richtige Einstellung gefunden werden. Werden bei den Druckstufeneinstellungen mehr als 2/3 des Verstellbereiches benötigt um auf den gewünschten Effekt zu kommen, ist eine interne Neuanpassung der Dämpfung angebracht.
  1. Zugstufe einstellen
    Hat man die Punkte 1 - 3 erfolgreich druchgeführt, kommt es zur Einstellung der Zugstufendämpfung. Die Zugstufeneinstellung geschieht völlig subjektiv. Jeder Rider hat andere Vorlieben. Diese Einstellung sollte stets an den jeweiligen Kurs angepasst werden.
    Als kleine Anhaltspunkte gelten:
    Bei vielen schnellen aufeinanderfolgenden Schlägen, offenen Kurven… sollte die Zugstufe schneller gefahren werden.
    Unter nassen Bedingungen, Kursen mit Kickern, Highspeed Kursen… ist ein eher langsameres Fahrwerk zu empfehlen.

Diese Einstellungen gelten für Gabeln und Dämpfer, jedoch ist zu beachten, dass je nach Modell die Einstellmöglichkeiten variieren können.